Der wirtschaftliche Nutzen von Dampfwärmepumpen basiert vor allem auf ihrer Betriebseffizienz, die über den Coefficient of Performance, kurz COP, gemessen wird.
Konventionelle Elektrokessel erreichen einen maximalen thermischen Wirkungsgrad von etwa 95 bis 99 %, was einem COP von unter 1,0 entspricht. Dampfwärmepumpen erzeugen Wärme nicht ausschließlich aus elektrischer Energie. Der Strom wird hauptsächlich zum Betrieb des Kompressors genutzt, der die Temperatur der zurückgewonnenen Abwärme anhebt.
Abhängig von der Temperatur der verfügbaren Abwärmequelle können industrielle Dampfwärmepumpen einen COP von mehr als 3 erreichen. Das bedeutet, dass für jede vom Kompressor verbrauchte 1 kWh Strom mehr als 3 kWh nutzbare thermische Energie in Form von Dampf bereitgestellt werden.
Diese deutliche Vervielfachung des Energieeinsatzes reduziert sowohl die Betriebskosten als auch die Belastung des Stromnetzes erheblich.
Nachhaltig und zukunftssicher: mit natürlichen Kältemitteln
Energieeffizienz darf nicht auf Kosten der chemischen Sicherheit oder der Umweltkonformität gehen. Viele konventionelle Heiz- und Kühlsysteme verwendeten in der Vergangenheit synthetische Fluorkohlenwasserstoffe als Kältemittel. Diese sind aufgrund ihres Global Warming Potential und sich verändernder Umweltvorschriften, etwa im Zusammenhang mit PFAS-Beschränkungen, zunehmend regulatorischen Risiken ausgesetzt.
Dampfwärmepumpen der nächsten Generation nutzen zu 100 % natürliche Kältemittel.
- Kein Ozonabbaupotenzial: natürliche Arbeitsmedien schädigen die Ozonschicht nicht.
- Extrem niedriges Treibhauspotenzial: im Vergleich zu synthetischen Alternativen ist ihr Einfluss auf die globale Erwärmung nahezu vernachlässigbar.
- Zukunftssicherheit gegenüber Regulierung: natürliche Kältemittel sind von künftigen F-Gas-Ausstiegsregelungen und bestimmten chemischen Verboten nicht betroffen und helfen so, Investitionen langfristig abzusichern.